Denn die Sprach- und Klangschönheit des Genitivs ist in meinen Augen unumstritten. Doch die Nichtnutzung eben dieser Sprachvariante, der Besitz anzeigenden, gibt mir nicht recht.
Dabei passt er doch so ausgezeichnet in unsere moderne Gesellschaft: haben, haben und nochmals haben, Besitztümer anhäufen, neu kaufen statt reparieren - sozusagen des Genitivs reinste Seele.
Da bleibt aus meiner Sicht nur eine letzte, verzweifelte Möglichkeit der Rettung des Genitivs: Kapitalismus konform machen wir aus dem Besitz anzeigenden Fall den Besitz ergreifenden und zwar unter Berücksichtigung bereits verbreiteter sprachlicher Nutzungsvarianten.
Um einige Beispiele zu nennen:
- dem Bauer Harms sein Trecker …
- die Person, die wo ich meine …
- dem Kevin sein Handy ...
- der Sabine ihr Genitiv
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