
Schon länger behaupte ich, einen der schönsten Wege zur Arbeit zu haben. Das hat sich einmal mehr bewahrheitet.
Des morgens entdeckte ich unterwegs das erste Vogelei. Unauffällig abgelegt in einem Nest in Ufernähe des Werdersees unter den tiefhängenden Zweigen einer noch unbeblätterten Trauerweide.
Mein erster Gedanke: hoffentlich Nachwuchs für die reizenden Haubentaucher, die allerdings noch eher den Eindruck machten, auf Partnersuche zu sein. Potenzielle Vogeleltern waren in der Nähe nicht auszumachen.
Erst als die weiße Gefahr in Form eines posenden Schwans sich zielstrebig dem Nest näherte, schwamm auch eilfertig und unwirsch piepsend das elterliche Haubentaucherpaar herbei, um den großen Feind furchtlos in die Flucht zu schlagen. Dieses Unterfangen entpuppte sich als Leichtes, schwamm doch einige Meter weiter kokett eine Schwanendame lasziv dahin.

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